Athen

Wie kommt man

Die Propyläen, entworfen von Mnesikles zwischen 437 und 432 v. Chr., dienen als monumentales Tor zum Akropolis in Athen. Als Teil des UNESCO-Welterbes repräsentieren sie ein Schlüsselsymbol der antiken griechischen Hochklassik.

In der minoischen Kultur Kretas (17. Jh. v. Chr.) und der mykenischen in Tiryns (14. Jh. v. Chr.) waren Propyläen geläufig. In der klassischen Zeit markierten sie den Eingang zu heiligen Stätten wie in Olympia. Das bekannteste Beispiel, die Propyläen von Athen, begann man unter Perikles zu erbauen. Wegen finanzieller Engpässe während des Peloponnesischen Krieges musste die Konstruktion jedoch 431 v. Chr. pausiert werden.

Neugestaltung der Propyläen

Die Propyläen, einst auf dem Fundament eines bescheidenen, von Persern zerstörten Vorportikus aus dem Jahr 490 v. Chr. errichtet, sind ein Meisterwerk aus weißem Marmor von den Pentalischen Bergen. Sie liegen in einer Ost-West-Ausrichtung und spiegeln in Design und Maßstab die Eleganz des benachbarten Parthenons wider. Eine beeindruckende Treppe, 80 Meter lang und 10 Meter breit, führte vom Parthenon zu diesem prächtigen Eingang.

Die Architektur der Propyläen

Die Pracht der Propyläen wurde durch zahlreiche Skulpturen erhöht. Im nördlichen Flügel befand sich die Pinakothek, ein großer Raum, der als Kunstgalerie diente und mit Werken berühmter Maler geschmückt war. Diese Räumlichkeiten wurden auch für Festmahle genutzt. Der südliche Flügel war im Vergleich kleiner und diente wohl hauptsächlich dazu, die Symmetrie des Gebäudes zu wahren.

Die Akropolis thront über unebenem Gelände, eine Herausforderung für die alten Baumeister. Die geniale Konstruktion der Propyläen zeugt von präziser Planung, um eine solide Struktur zu garantieren. Erstaunlicherweise nutzten die Handwerker vor über 2000 Jahren bereits Eisenklammern in den Marmorbalken, um das Dach zu stabilisieren — eine Methode, die moderne Wolkenkratzerbauer noch heute anwenden.

Neben ihrer architektonischen Pracht boten die Propyläen in der Antike einen weiteren Blickfang: Ein monumentaler Sockel aus grauem Marmor, der stolze 10 Meter in die Höhe ragte. Darauf thronte einst eine beeindruckende Quadriga-Skulptur — eine von vier Pferden gezogene Streitwagenstatue. In späteren Zeiten wurden hier Statuen von Antonius und Kleopatra errichtet, die allerdings im Jahr 31 v. Chr. durch einen heftigen Sturm zerstört wurden.

Es sollte auch das erste Monument erwähnt werden, das die Besucher beim Betreten der Propyläen begrüßte. Es handelt sich um die gigantische, neun Meter hohe Bronzestatue der «Athena Promachos», ein Werk von Phidias, das zum Gedenken an den Sieg der Athener über die Perser errichtet wurde. Die Statue der Athena war so hoch, dass sie sogar von Seeleuten in der Nähe des Kap Sounion in Attika, etwa 60 km entfernt, gesichtet werden konnte.

Was ist mit den Propyläen in der heutigen Zeit geschehen?

Über Jahrhunderte hinweg diente ein einzigartiges Gebäude erst als Sitz byzantinischer Bischöfe, später als Renaissance-Palast in Florenz und schließlich als Amtssitz des osmanischen Statthalters. Ein Unglück ereignete sich 1645: Ein Blitzschlag oder vielleicht ein Kanonenschuss entfachte ein Feuer im Pulvermagazin der Propyläen. Der daraus resultierende Explosionschaden war enorm.

Doch in den vergangenen 200 Jahren wurde es durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten nach und nach in seinen ursprünglichen Glanz zurückversetzt, um Besucher aus aller Welt zu begeistern.

Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten im Jahr 2009 konnten die Fachleute Teile des Daches rekonstruieren und Nachbildungen der ursprünglichen Kapitelle anbringen. Zudem wurden Schäden behoben, die durch Umbauten im 19. Jahrhundert entstanden waren und die Integrität des antiken Marmors gefährdeten. Die Anreise ist unkompliziert: Mit der U-Bahn bis