Die größte Bibliothek Griechenlands, ein beeindruckender Ort voller Bücher und nationaler Schriften, lädt mit ihrer imposanten Architektur zu einem Besuch ein. Ursprünglich vom Architekten Theophil Hansen im klassischen dorischen Stil entworfen, glänzt das moderne Gebäude durch die kreative Hand des italienischen Architekten Renzo Piano.
Ein kulturelles Juwel und Wahrzeichen, das die Weisheit und das Erbe Griechenlands bewahrt — ein Muss für jeden, der Architektur und Geschichte schätzt.
Die Bewahrung des griechischen literarischen Erbes wird durch die Nationale Bibliothek in Athen gewährleistet, ein Symbol der literarischen Kontinuität von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Die Gründungsidee geht auf den Schweizer Jakob Meyer zurück, wie ein Artikel aus dem Jahr 1824 in der Zeitung «Griechische Chronik» bezeugt. Trotz des frühen Konzepts kam der Bau zunächst nicht voran. Die griechische Regierung unter Führung von Ioannis Kapodistrias griff später Meyers Vision auf und trieb die kulturelle Entwicklung der Hauptstadt voran.
Im Jahr 1829 wurde die historische Bibliothek zum ersten Mal für Besucher geöffnet, nachdem Andreas Mustoxidis, ein Gelehrter in Geschichte und Philologie, deren Bau geleitet hatte. Mustoxidis, der als ihr erster Direktor fungierte, sammelte im Eröffnungsjahr über 1000 Bücher von Griechen und Philhellenen, wodurch die Sammlung rasch anwuchs.
Im Jahr 1834 zog die Bibliothek um und fand ihr neues Zuhause in Athen. Anfänglich beherbergte sie eine römische Marktbadeanstalt, später war sie nahe der Kirche St. Eleutherius untergebracht. Nicht lange danach, im Jahr 1842, wurde sie Teil der Bibliothek der Universität Athen mit bereits 15.000 Bänden im Bestand. Im Jahr 1866 erfolgte durch eine königliche Verordnung die Fusion zur Nationalbibliothek Griechenlands. Das für sie erbaute neoklassizistische Marmor-Gebäude wurde 1888 fertiggestellt.
Die Bibliothek gliedert sich in drei Hauptbereiche. Ein beeindruckender Lesesaal mit einem großen Glasdach kennzeichnete die Einrichtung, welches Sonnenlicht einfängt und eine zauberhafte Umgebung schafft. Bis 2018 befand sie sich im Valianos-Gebäude, bevor sie in den «Delta» Abschnitt des Stavros Niarchos Kulturzentrums umzog, wo sie aktuell residiert. Mit einer Fläche von 22.000 Quadratmetern ist sie ausgedehnt. Der Entwurf des neuen Gebäudes stammt vom renommierten italienischen Architekten Renzo Piano, und die Bauarbeiten erstreckten sich von 2012 bis 2016.
Die Griechische Nationalbibliothek verfügt über einen immensen Schatz, der weit über eine Million Druckwerke, darunter Zeitschriften, sowie eine beachtliche Sammlung von Manuskripten aus dem 9. bis 19. Jahrhundert umfasst. Zusätzlich sind Werke in zahlreichen Sprachen verfügbar. Die Bibliothek organisiert ihre Ressourcen in diverse Segmente, wie allgemeine Literatur, Spezialbestände, sowie digitale und Online-Archive, deren Umfang jeweils beeindruckend ist.
Die Sammlungen der Nationalbibliothek sind vielfältig: Neben einem breiten Spektrum an Literatur von wissenschaftlichen Publikationen bis zu Zeitungen, die vom 17. bis zum 21. Jahrhundert reichen, gibt es auch spezielle Bestände. Diese beinhalten: — Manuskripte — Archivgut — Seltenheiten — Kunstwerke — Papyrusrollen — Poster Einige dieser Objekte zählen zu den wertvollsten Exemplaren ihrer Art.
Die Bibliothek bietet Zugang zu einer Sammlung von Texten, darunter: — Ein Evangeliar, zugeschrieben Matthäus — Ein seltener Text von Matthäus aus dem sechsten Jahrhundert — John Sibthorp’s «Flora Graeca Sibthorpiana» — Ein umfangreiches etymologisches Wörterbuch — Ein historisches Wörterbuch der byzantinischen Ära — Die ersten gedruckten Werke von Homer Zudem stehen über 200 Millionen elektronische Quellen online zur Verfügung, die durch Spenden und staatliche Unterstützung Griechenlands ständig erweitert werden.
In der Bibliothek finden Sie eine Vielzahl von Lesesälen: Von allgemeinen Sammlungen im zweiten Stock über Zeitungen, Zeitschriften, Handschriften, Archive bis hin zu Spezialkollektionen und Leihbuchbereichen. Für einen klaren Überblick und um die Schönheit der Einrichtung vollständig zu erfassen, empfehlen wir eine Führung, die Sie im Erdgeschoss arrangieren können. Alternativ steht Ihnen ein Bibliotheksplan zur Verfügung, den Sie an der Information erhalten können, um die öffentlich zugänglichen Bereiche auf eigene Faust zu erkunden.
Falls Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchten, stehen Ihnen die Buslinien 130, 217, 550 und 860 zur Verfügung, ebenso wie die Trolleybuslinie 10. Für Radfahrer gibt es Parkmöglichkeiten direkt vor Ort. Aus dem Stadtzentrum können Sie entweder zu Fuß kommen oder die U-Bahn-Station Panepistimio als Ziel wählen.